Bitterstoffe gegen Krebs

Wie Amygdalin (Vitamin B17) ist auch Artemisin ein Bitterstoff. Amygdalin kann aus Bittermandeln, Aprikosenkernen, Apfelkernen etc. isoliert werden kann und ist chemisch gesehen ein Benzoenitril mit einem Glykosidrest.Amygdalin

Der Funktionsmechanismus, des in der Krebstherapie eingesetzten, wenn auch umstrittenen Mittels ist die Abspaltung der Blausäure in Tumorzellen, die sich damit selbst vernichten.


Artemisin ist ein Bitterstoff, der im Absynth und demzufolge aus dem Grundstoff, dem einjährigen Beifuß (Artemisia annua) stammt.

Artemisin

Das Mittel wird bis dato bei der Malaria Behandlung eingesetzt, doch unlängst fanden Wissenschaftler auch eine gute Wirksamkeit bei Krebs. Das Geheimnis seiner Wirkung liegt in seiner Reaktion mit Eisen, das sich in hohen Konzentrationen in Malariaerregern findet. Gerät Artemisin in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die freie Radikale erzeugt werden. Diese sind die eigentliche Waffe gegen den Malariaparasiten. Sie greifen die Zellmembrane an, reißen sie förmlich auseinander und vernichten so den Erreger.

In der Krebstherapie pumpt man nun möglichst viel Eisen in die Krebszellen und nutzt dann den gleichen Effekt. Wissenschaftler verwendeten hierfür eine hohe Konzentration von Holotransferrin und eine wasserlöslichere Form des Artemisin, das Dihydroartemisin.

Die Erfolge bei Brustkrebs und Leukämie waren beeindruckend.

http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id110.htm

Prof. Efferth vom DKFZ in Heidelberg setzt auf die Artesunate Mittel und lobt den Einsatz zum Beispiel beim schwarzen Hautkrebs im Auge als Einzelmittel deutlich.

Der Wirkmechanismus ist auf das Aufbrechen der Endoperoxid Gruppe zurückzuführen, was die Krebszelle dann oxidiert und zerstört.

http://www.taz.de/index.php?id=wissen-artikel&art=2101&no_cache=1&type=98

Jetzt werden auch endlich Studien hierzu ausgeschrieben, obgleich sich bekannte Pharmariesen zierten.

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