DMSO – Dimethylsulfoxid – ein wiederentdecktes Zaubermittel

DMSO ist ein Nebenprodukt aus der Holz und Papierindustrie und ist seit 140 Jahren im Einsatz. In der Industrie als Lösemittel eingesetzt wird z.B. aus DMSO Polyacrylnitril versponnen.

Erst 1961 wurde der therapeutische Nutzen entdeckt, als Dr. Stanley Jacob entdeckte, dass DMSO sehr schnell und tief in und durch die Haut dringt und dabei auch andere Substanzen mit durch die Haut transportiert.

DMSO neutralisiert Hydroxylradikale, die die Zellen schädigen und bildet mit ihnen eine Verbindung, die durch die Nieren ausgeschieden wird. In weiteren Untersuchungen fand man heraus, dass DMSO entzündungshemmend wirkt, das Wachstum von Bakterien hemmt, entwässert, die Blutgefäße erweitert, eine Muskelrelaxation herbeiführt, die Verklumpung roter Blutkörperchen verhindert und das Gewebe schützt.


1965 kam das vorläufige Aus, das DMSO in Tierversuchen bei Hunden, Kaninchen und Schweinen zu Kurzsichtigkeit führte. Spägter stellte sich allerdings heraus, dass die „Kurzsichtigkeit“ auf die 3 Tierarten beschränkt blieb und Menschen davon nicht betroffen waren.

Doppelblindstudien mit DMSO sind im Grunde unmöglich, da der Knoblauch-ähnliche Geruch der Abbauprodukte seinen Einsatz leicht verrät.

In den USA ist DMSO in einer 70%igen Lösung oder als Gel im Handel, in Deutschland gibt es DMSO nur als 15%iges Gel in der Apotheke (Dolobene(R)).

DMSO wirkt als Antioxidans, also als sog. Radikalfänger im Bereich der Entzündung und beschleunigt hier die Heilung extrem. Äußerlich auf die Gelenke aufgetragenes DMSO hilft bei Gelenkschmerzen und Kontaktdermatitis, allergischen Ekzemen und Anderem. Ein Kortisoneinsatz kann signifikant in der Dosierung verringert werden. W.M. Sams konnte 1968 nachweisen, dass DMSO auch die Nervenleitgeschwindigkeit des Ischiasnervs um 40% herabsetzt, was nach Absetzen des Mittels reversibel war.

Eine groß angelegte Studie mit DMSO zeigte, dass einige Probanden mit Hautrötung auf höhere Dosen reagierten, was ungefähr einer Nesselung mit Brennesseln entsprach. Die Rötung und die Nesselung klangen allerdings nach dem Einsatz schnell wieder ab und hinterließen keine Beschwerden.

Alle Untersuchungen bislang attestierten dem DMSO erstaunliche Möglichkeiten und der Einsatz als Wundermittel hat wohl auch seine breite Verwendung etwas behindert.

Es existieren faszinierende Fallbeispiele von Genesungen, die auf andere Weise nicht zu erzielen waren, wie z.B. bei einer 65 jährigen Patientin, die sich wegen einer Schleimbeuteentzündung in ihrer rechten Schulter behandeln ließ. Nicht nur diese Entzündung besserte sich dramatisch, sondern auch ein nach einer Amputation vorhandener Phantomschmerz verschwand.

Ein Fazit: DMSO wirkt bei akuten Schmerzen sofort….

Weitere interessante Einzelheiten über DMSO finden Sie auf:

DMSO in der Handtherapie

Nexus-Magazin

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