Kolloidale Mineralien aus Urzeitpflanzen für die Gesundheit?

DieHessenpark9 für unseren Körper wichtigen Mineralien kommen in der Natur meist in mehreren Modifikationen vor. Auch wenn wir Kalzium und Magnesium benötigen hilft es wenig, wenn man z.B. an Dolomit (CaMg(CO3)2) leckt oder ihn pulverisiert zu sich nimmt. Der Körper kann nur geringste Mengen davon aufnehmen. Das mag daran liegen, dass zunächst der Kristallverbund aufgelöst werden muss und die Mineralien monomolekular also z.B. mikro-dispers (kolloid) oder gelöst vorliegen müssen, damit unser Körper damit etwas anfangen kann. Dieser Prozess dauert seine Zeit und konkurriert mit der Verdauung, die darauf bedacht ist, die unverdaulichen Bestandteile möglichst schnell wieder auszuscheiden.

Diese Arbeit der Aufbereitung nehmen uns die Pflanzen ab, wenn Sie die Mineralien mit ihren Pflanzensäften erschließen. Die mineralischen Säfte kann unser Körper direkt nutzen, da er keine Arbeit mehr damit hat. Zudem liegen die Mineralien nicht nur in kolloidaler Form vor, sondern sind von Aminosäuren in den Pflanzensäften chelatisiert. D.h. sie wurden bereits optimal in organischen Moleküle eingebettet.

So weit so gut…


Jetzt hat man in Utah das Geheimnis eines Stammes der Paiute Indianer entdeckt – ein Bach der durch einen gut konservierten urzeitlichen Regenwald floss und sich dort mit Mineralien anreicherte. Diese bis zu 70 Mineralien die darin in kolloidaler Form enthalten sind haben nun angeblich schon viele Menschen geheilt oder Gutes bewirkt.

Im Internet findet man Hinweise auf den Rockland Prozess mit dem die Urzeitpflanzen-Mineralien aus den organischen Schiefertonen schonend mit kaltem Wasser herausgewaschen werden.

Danach wird für viele Nahrungsergänzungsmittel aber das Wasser eingedampft, um das Produkt in Pulverform zu bringen und es in Tabletten zu verpressen, was aus meiner Sicht leider kontraproduktiv ist, da sich so beim Eindampfen leicht wieder Kristalle bilden können und die gute Chelatisierung mindestens zu einem Teil wieder dahin ist. Für eine hervorragende Wirksamkeit wären die direkten wässrigen Auszüge geeignet, die dann allerdings in flüssiger Form abgefüllt und vermarktet werden müssten.

Im Grunde werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Warum nutzt es nichts, wenn man bei Eisenmangel am Geländer leckt? … oder ein paar Eisenspäne schluckt? Der Körper kann das Eisen so nicht aufnehmen – am Leichtesten fällt es unserem Organismus, die in Pflanzenzellen aufgeschlossenen Mineralien und Metalle zu nutzen. Hier braucht der Körper keine Arbeit zu verrichten.

1 Kommentar

  1. Mit deiner Meinung die Flüssigvariante zu vermarkten hast du absolut recht. Ich denke aber das hier einige Menschen Geld verdienen wollen und damit die Psyche der Kunden angehen. Tablette machen schließlich gesund, das weiß doch jeder. Aber Wasser ist gegen den Durst und nicht zum Heilen.

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