Mikrowelle – Essen heiß und mausetot

Leider ist das Thema Mikrowelle bzw. Mikrowellenherd immer noch ein heißes Eisen.
Ich habe mich im Internet durch unzählige Seiten gelesen und die Lehrbücher gewälzt. Die folgende Zusammenstellung soll Ihnen einen Überblick vermitteln, wie heiß die Diskussion geführt wird und welche Bedenken der schnellen Hitze gegenüber existieren.

Was wissen wir?
Das Kernstück eines Mikrowellengerätes ist das Magnetron. Es erzeugt ein hochfrequentes Wechselstromfeld mit 2,45 GHz (im Falle eines Mikrowellenherdes).
Diese Frequenz regt die Wasserdipole (also das Wassermolekül) zu schnellen Rotationen an. In der Physik/Chemie spricht man von sog. Rotationsniveaus. Dadurch erwärmt sich das direkte Umfeld der Wassermoleküle. Die Wärme entsteht also aufgrund von Reibung mitten im Gargut.


Was gilt es zu beachten?
Mikrowellenherde können also vornehmlich Wasser erwärmen und tun dies in Abhängigkeit von der eingestellten Wattzahl langsam bis ultraschnell. Damit die Strahlung gleichmäßig das Gargut erwärmt ist es notwendig, dass das Magnetron ein gleichmäßiges Feld erzeugt und oder durch mechanisches Drehen,  z.B. des Gargutes / Drehteller eine homogene Verteilung der Wärme ermöglicht.
Aber auch trotz dieser Maßnahmen kommt es häufig vor, zumeist bei hoher Wattzahl, dass sich sog. Cold- oder Hotspots ergeben, bei denen das Gargut noch kalt oder bereits verbrannt bzw.überhitzt und dehydriert ist.
Schlimmstenfalls werden Salmonellen nicht nur nicht abgetötet, sondern vermehren sich in bestimmten Bereichen also auch noch. Daher ist immer auf eine Homogenisierung, bei Flüssigkeiten durch Schütteln – bei Breis durch Umrühren zu achten.

In [1] wird deutlich vor einer Exposition der Augen gegenüber Mikrowellen gewarnt, da es sich besonders bei der Augenlinse um einen wenig durchbluteten Bereich handelt, der sehr empfindlich hierauf reagiere. Thema Leckstrahlung!

Bei geschlossener und intakter Tür sei aber die Leckstrahlung nicht gesundheitsschädlich, so das Schweizer Bundesamt für Gesundheitswesen, 1992.

Weitere Erkenntnisse:
In einem Bericht des Institutes für Strahlenschutz des BGA von 1980 werden dagegen Wirkungen von Mikrowellenstrahlungen beschrieben, wie z.B.

  • Aktivitätsänderungen von Enzymen und Beeinflussung enzymatischer Prozesse,
  • Beeinflussung von Schilddrüse und Nebenniere und ihren Hormonen
  • Auswirkung auf die Zusammensetzung bzw. Funktion von Blutbestandteilen
  • Beeinflussung des Zellwachstums und Chromosomenveränderungen,
  • Trübung der Augenlinsen (Grauer Star)
  • Beeinflussung der Konzentration bzw. Funktion von Blutbestandteilen und Hormonen im Gehirn.

Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass beim Mikrowellenherd davon ausgegangen wird, dass kein Lebewesen der Strahlung direkt ausgesetzt wird. Das kann also nur bei deutlicher Leckstrahlung erfolgen.

Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln:
http://www.naturalscience.org/de/journal/artikel/mikrowellen.html
Mit Milch wurden mehrere Untersuchungen vorgenommen, die allesamt zum Kopfschütteln führen sollten, denn allein der Effekt der partiellen Erhitzung bei Mikrowellengeräten gibt aus meiner Sicht Anlass zu einem höheren Gesundheitsrisiko.
Am Nachdenklichsten machten mich aber die Publikationen von Dr. H.U. Hertel, Umweltbiologe der Universität von Lausanne, die in obigem Artikel nachzulesen sind. Dr. Hertel spricht dort von auffälligen Veränderungen im Blut von Probanden, nach dem Genuss von Mikrowellennahrung.

Aus meiner Erfahrung wurde ein sehr wichtiger Aspekt bei allen Betrachtungen aber vergessen…. und das ist der Geschmack! Egal ob Gemüse oder Fleisch, man muss schon äußerst geduldig (kleine Wattzahlen) mit der Mikrowelle hantieren, damit der Geschmack nicht auf der Strecke bleibt. Beim Auftauen, kann ich nur gänzlich davon abraten, da es in meiner Vergangenheit immer zu ungleichmäßigem Auftauen kam und das Fleisch oft partiell schon gegart war.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil….
Für mich steht aber fest, das Gerät steht in Kürze im Keller oder wird zumindest inaktiviert….

Literaturstellen:
http://www.naturalscience.org/de/journal/artikel/mikrowellen.html
http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0511/13-mikrowelle/index.xml
http://www.mayaresonance.com/
http://www.enveda.de/Magazin/mag_252.cfm

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