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Organspende – Was tun? – Schon Hirntod oder noch lebendig?

Posted on 29 Mai 2012 by admin

Geht man nach öffentlichen Umfragen, dann dürfte es eigentlich an Organspendern nicht mangeln. Trotz aller Zusagen und Behauptungen haben aber nur sehr wenige Menschen einen Organspender-Ausweis in der Tasche. Dem will der Bundestag mit der jüngst  beschlossenen Reform des Transplantationsgesetzes Rechnung tragen. Künftig sollen die Krankenkasse alle 2 Jahre Ihre Mitglieder zum Thema Organspende befragen bzw. zur Zustimmung auffordern.

Ist Onkel Alfred nach seinem Schlaganfall nun schon tot oder lebt er noch? Wie viele Hirntote leben in unserer Republik unerkannt? Handelt es sich etwa bei all den jüngsten Beschlüssen des Bundestages um eine enorme Anzahl ?

Ziel der Kampagne ist es, den ca. 12000 wartenden Organempfängern möglichst schnell zu helfen. Ob das aber durch die Novelle gelingt, bleibt abzuwarten. Viel zu viele Fragen sind unbeantwortet und allzu schnell melden sich nur Transplantationsärzte zu Wort, die den Hirntod als ultimative Bestimmungsmethode über Leben und Tod als „sicher“ deklarieren. Der Hirntod wurde 1968 als ultima Ratio von einer Kommission aus Medizinern, Juristen, Ethikern und Theologen der Harvard Medical School  mit dem Tod des Leibes gleichgesetzt. Bis dahin galt als sicheres Erkennen des Todes, dass sich eine Leiche kalt anfühlt, weder Herzschlag noch Reflexe zeigt und nach einiger Zeit Leichenflecke unter der Haut aufweist. Entspricht ein Toter dieser Beschreibung, dann sind auch die meisten Organe tot und nicht für eine Transplantation geeignet. Zumindest die unpaarigen Organe wie Herz und Leber können so nicht mehr verwendet werden.  Es galt also eine Neudefinierung des Todeszeitpunktes zu finden, die den unumkehrbaren Sterbeweg, das irreversible Koma als Eintritt des Todes beschreibt. 1993 hat die Bundesärztekammer den Hirntod als sicheres Todeszeichen deklariert, obgleich es genügend „schockierende“ Berichte über vermeintlich tot geglaubte gibt.

http://engel-sterne-himmelszelt.de/wissenswertes/organ_contra2.pdf

http://www.transplantation-information.de/veroeffentlichungen/handbuch_intensiv.html

Der Sieg über den Tod ist die letzte Bastion, die den Mensch zum Herrscher über andere Menschen macht. Die Unterschriften zweier Ärzte machen aus einem Patient eine Leiche und ermöglichen erst in letzter Konsequenz die Transplantationsmedizin in der existierenden Form. Die Spende von Nieren unter Verwandten ist völlig separat zu sehen. Zum Schutze der „lebenden“ Organempfänger sei es ein Akt von Nächstenliebe über den Tod hinaus, die eigenen Organe zur Verfügung zu stellen. Aber gerade die Feststellung oder Definition des Todes ist dabei das Zünglein an der Waage, was eventuell „noch Lebende“ ausschlachtet, um anderen Menschen eine neue Lebenshoffnung geben zu können.

Damit auch Alles rechtens ist, sollen auch Stellen für Transplantationsbeauftragte in den Krankenhäusern entstehen, die alle Kleinigkeiten dokumentieren. Aber wird die Sache an sich dadurch sicherer oder wird der Todeseintritt gewisser?

Der größte Knackpunkt ist die irrige Vorstellung, dass Versicherte ihre Entscheidung zur Organspende auf der elektronischen Gesundheitskarte speichern lassen und diese Daten zur Transplantationsforschung freigegeben werden – alles natürlich unter Einhaltung des Datenschutzes ;-) . Die Rolle eines privatrechtlichen Unternehmens wie Eurotransplant wirft Parallelen zum Film „Coma“  auf und sollte dringend geklärt werden. http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/814242/organspende-staat-will-nicht-lockerlassen.html

„Hirntote“ können Schmerzen empfinden – „Hirntote“ können sich plötzlich bewegen – „Hirntote“ werden nicht kalt und zeigen keinerlei  Leichenflecken …

http://www.fr-online.de/politik/organspende-reform-im-bundestag-wer-noch-warm-ist–ist-nicht-tot,1472596,16092604.html

Damit es dann bei der Organspende zu keinen unvermittelten Reaktionen kommt, werden diese Leichen betäubt und ruhig gestellt. Ist das nicht ein wenig eigentümlich und erinnert an die lebenden Toten aus Hollywoods Monsterindustrie?

Kritische Informationen über Organtransplantationen, Organspende und Hirntod

 

Anm. des Redakteurs:

Diskussionen über die Entscheidung zum Organspender Ausweis werden jetzt wohl in jeder Familie geführt werden. Es geht dabei um die soziale Verantwortung den Kranken gegenüber, den Lebenden, sowie auch den Sterbenden. Ich selbst trug 34 Jahre einen Organspender Ausweis im Portemonnaie bei mir – jetzt bin ich unsicher geworden aufgrund der besseren Aufklärung und der vielfältigen Informationsmöglichkeiten des Internets. Ich bin jetzt bereit, einen Ausweis zu tragen, in dem ich als Spender und Empfänger für Organe nicht zur Verfügung stehe. Aber das muss JEDER mit sich selbst ausmachen.

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