Tamiflu bringt nichts bei Schweinegrippe – Virus ist resistent

Das Wundermittel Tamiflu ist anscheinend machtlos gegen die Schweinegrippe, wie an der Uniklinik Münster nun anhand der Krankheitsverläufe zweier (!) Patienten bewiesen(?) wurde. Die Resistenz bedeute, dass sich das Virus während der Therapie verändert hat und daraus folgert Prof Georg Peters, wie rasch sich einen Resistenz gegen die wenigen derzeit verfügbaren Medikamente entwickeln kann. Man warnt jetzt sogar vor einer verfrühten Einnahme von Tamiflu – wohl damit die letzte Wahrscheinlichkeit um den Nutzen des Präparates nicht auch noch zerstört wird.

Das Präparat, das an der 4. Stelle der umsatzstärksten Medikamente von Roche steht, ist nun ein teurer und nutzloser Ladenhüter?


Nachdem im Jahr 2000 bereits der Antrag auf Zulassung in der EU von Hoffmann-La Roche zurückgezogen worden war, wegen Zweifel am Nutzen des Präparates innerhalb der EU Kommission wurde es 2002  mit Nachreichung(?) von erweiterten Studienergebnissen wieder angemeldet. (Wikipedia)

Es gilt als erwiesen, dass Mittel wie Tamiflu, die in die Gruppe der Neuraminidasehemmer gehören, eine Infektion mit Influenza nicht verhindern aber den Verlauf lindern können. Trotzdem Wissenschaftler davon ausgehen, dass in einer Pandemie, wegen erhöhter Viruslast, diese Mittel nicht helfen können eine Ausbreitung zu verhindern, war und ist es ein Milliardengeschäft.

Von einer Panikmache in die ein- oder andere Richtung hat niemand etwas – aber bei so viel Unsicherheit sollte man sich, wie ich meine, wirklich jeden Schritt genauestens überlegen.

Wikipedia Zitat:

Häufigere unerwünschte Wirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen. Ferner können allergische Reaktionen auftreten sowie eine Verschlechterung bereits bestehender Erkrankungen der Atemwege. Um mögliche Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt zu vermeiden, sollte Tamiflu möglichst zusammen mit etwas Nahrung eingenommen werden. Es gibt zurzeit keine gesicherten Erfahrungen mit dem Wirkstoff bei der Behandlung von Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen (zum Beispiel bei Asthma, Immunschwäche nach Operationen) oder anderen gravierenden Krankheitszuständen.

Mögliche neuropsychiatrische Vorfälle bei Jugendlichen [Bearbeiten]

Im November 2005 wurden Berichte aus Japan bekannt, denen zufolge Entzündungen im Gehirn und erhebliche neuropsychiatrische Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen beobachtet wurden, die infolge einer Influenza-Infektion Tamiflu eingenommen hatten. In Japan wird daher seit einiger Zeit auch auf Bewusstseinstrübungen, Halluzinationen und Krämpfe als mögliche Nebenwirkungen hingewiesen.

2 Kommentare

  1. Hilfe mein Sohn 14 Jahre alt hat seit 3 Tagen Durchfall und er ist ziemlich schlapp.Bis heute waren wir noch nicht beim Spezialisten es ist ja „nur“ weicher Stuhl, werde aber immer nervöser es könnte ja das EHEC Virus sein. Wie würdet ihr reagieren gleich an einen Spezialisten wenden oder noch warten?

    • Wenn Sie Angst haben und der Verlauf anders ist, als bei einer „normalen“ Durchfallerkrankung, dann gehen Sie besser mal zum Hausarzt. Aus der Entfernung kann keiner etwas dazu sagen, aber eine Hysterie wegen EHEC halte ich persönlich bisher für unangebracht.
      Das ist nur ein Tipp! Das kann eine Beratung beim Arzt nicht ersetzen!

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