Zucker – das süße Gift? – Gibt’s da Unterschiede?

Was ist Zucker?

Landläufig meinen wir den typischen Industriezucker, wenn wir Zucker sagen. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Zweifachzucker, der Saccharose. Chemisch gesehen besteht sie aus Glukose und Fructose und wird vornehmlich aus Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen.

Zucker kommt in der der Natur nicht als Roh-Zucker vor, sondern nur innerhalb einer pflanzlichen Matrix, betrachtet man jetzt einmal ausschließlich die Saccharose. Bei der industriellen Gewinnung des Zuckers ist man also darauf angewiesen den Zucker aus dieser Matrix herauszulösen und zu konzentrieren und dann zu kristallisieren.


Was geschieht bei der Zuckergewinnung?

Die Zuckerrüben werden gewaschen und zerkleinert und anschließend mit heißem Wasser ausgekocht. Die erhaltene graue und trübe Flüssigkeit wird danach in mehreren Schritten von Kalk, Kohlensäure, Eiweißen, organischen Säuren und anderen Verbindungen gereinigt. Der enthaltene Dünnsaft wird filtriert und mit Schwefeldioxid aufgehellt. Durch mehrmaliges Einkochen und Verdampfen des Wassers entsteht daraus ein Dicksaft, der so weit konzentriert wird, bis sich Kristalle bilden. Dieser Kristallsirup wird in Zentrifugen getrennt. Je nachdem wie weiß der Zucker nun sein soll, wird noch mehrfach der Zucker gelöst und wieder auskristallisiert und zentrifugiert.

Ist Zucker gesund?

In der natürlichen Umgebung ist er zumindest nicht schädlich, d.h. in Form von Obst und Gemüsen. Da der Körper auch Stärken in Zucker umwandelt ist eine zusätzliche Zuckergabe aber alles andere als nötig. Süße Speisen sind aber gut fürs Gemüt, zumindest ist der Spruch sehr verbreitet. Das hängt daran, dass, initiiert durch die Süße, von der Bauchspeicheldrüse Insulin ausgeschüttet wird, um den Blutzuckerwert konstant zu halten (s. Diabetes!). Dieses Hormon sorgt dafür, dass eine sehr wichtige Aminosäure, das Tryptophan, ins Gehirn kommen kann. Aus dieser entsteht dort unter Mithilfe einiger Mineralstoffe etc. der Botenstoff Serotonin, der dafür sorgt, dass wir uns wohlfühlen. So gesehen ist natürliche Süße etwas Schönes und Wertvolles.

Was macht den Zucker schädlich?

Die ansonsten harmlosen Mundbakterien ernähren sich von Zucker und scheiden als Stoffwechselprodukt Säuren aus, die den Zahnschmelz demineralisieren. Der Hauptbestandteil des Zahnschmelzes (Kalzium-Phosphat, bzw. ein Hydroxylapathit der Formel [Ca5(PO4)3OH]x2) wird dadurch einfach herausgelöst. Da dieser Prozess irreversibel ist, wird mit Fluor das OH im Apathit ersetzt und somit entsteht eine neue, harte und unlösliche Verbindung, die als Zahnschmelz fungiert. Es wurden aber mittlerweile auch naturidentische Zahnschmelze aus der Tube entwickelt, die als Reparaturpaste verwendet werden. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/249509

http://www.mpg.de/forschungsergebnisse/wissVeroeffentlichungen/forschungsberichte/FM/200415_121.shtml

Der Zahnschmelz kann sich zwar im oralen Milieu auf natürliche Weise, durch die sogenannte Remineralisation, bis zu einem gewissen Grad selbst regenerieren, doch das Ausmaß der Remineralisation hängt vom pH-Wert und von der Menge und Verfügbarkeit von Calcium- und Phosphat-Ionen im Mundraum ab. http://209.85.135.104/search?q=cache:eJFvmhXd0lEJ:www.discusdental.com/international/de/products/references/whitening/ACP-Information.pdf+Zahnschmelz+Bildung&hl=de&ct=clnk&cd=10&gl=de

Eine amerikanische Studie im American Journal of Public Health belegt sehr eindrücklich, dass der regelmäßige Genuss zuckerhaltiger Softdrinks zu Typ 2 Diabetes führen kann und zudem mit einer deutlichen Gewichtszunahme einhergeht. Es leiden also nicht nur die Zähne, sondern mitunter der ganze Organismus.

Vartanian LR, et al. Effects of Soft drink Consumption on Nutrition and Health: A Systematic Review and Meta-Analysis. American Journal of Public Health 2007 Feb 28;

http://en.epochtimes.com/news/7-3-21/53184.html

Viel schwerwiegender sind die Aussagen von Dr. Bruker, der den Zucker auch als Vitamin-B Verbraucher beschreibt. In diesem Zusammenhang würde sich dann der Körper aus Kochen, Zähnen und Organen mit Mineralstoffen bedienen, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Er bringt nicht nur Diabetes, sondern auch Rheuma und chronische Darmkrankheiten mit dem Zuckergenuss in Verbindung. Der Herzinfarkt sein bereits ab 30 möglich, wenn man nicht auf vollwertiges Essen umstelle…

http://www.think-fitness.de/html/zucker_schaeden.html

Was ist besser? .. weißer Zucker, brauner Zucker, Melasse oder Honig ?

Gänzlich gesund ist keines dieser Leckereien. Honig enthält Trauben und Fruchtzucker, mitunter auch Rohrzucker und daneben einige keimtötende Enzyme, die dem Honig auch Heilwirkungen verleihen. Allerdings dann aber nicht zwangsläufig durch dessen Genuss. An den Zähnen wirkt er im Grunde genauso schädlich wie Rohrzucker.

Der braune Raffinadezucker ist im Grunde genauso schädlich wie der weiße. Er enthält lediglich ein paar Mineralstoffe mehr und hat ein etwas anderes Aroma. Fakt ist, er ist nicht mehr innerhalb der Pflanzenmatrix und hat fast die gleichen Prozesse durchlaufen wie sein weißes Pendant.

Alternativmedizin und der Zucker..

In der Alternativmedizin wird Zucker – besonders als Raffinade, also fast reine Saccharose – mit verantwortlich gemacht für eine Beeinflussung des körpereigenen Säure-Basen-Haushalts in Richtung eines geringeren pH-Werts, einer Übersäuerung. Sie gilt in Teilen der Naturheilkunde als mitverantwortlich für verschiedene Erkrankungen wie Rheuma, Migräne, Schlaganfall und Herzinfarkt, teilweise auch für Krebs. Als Indiz für eine angebliche Übersäuerung des Körpers durch Aufnahme von Zucker wird dabei auf den pH-Wert des Urins verwiesen, der jedoch im Laufe eines Tages sehr starken Schwankungen unterworfen ist und im Regelfall keinen Rückschluss auf den entscheidenden pH-Wert des Blutes oder der Gewebe zulässt. Diese Theorien sind nicht wissenschaftlich belegt, ernährungsmedizinisch nicht anerkannte Spekulationen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zucker

Fazit

Dass Zucker ausschließlich gesund sei und keine unerwünschten Nebeneffekte bereithält wird nirgends berichtet. Über die Zusammenhänge bestimmter Krankheitsbilder mit Zuckergenuss gibt es anscheinend keine allgemeingültigen Grenzwerte. Dem Zucker gänzlich aus dem Weg zu gehen scheint auch fast aussichtslos, da Zucker fast in jeder industriellen Fertigung beigemischt wird. Viele Mediziner plädieren daher für einen verantwortungsvollen Umgang mit Zucker.

Weniger bedeutet hier wohl ein Mehr an Gesundheit.

http://www.optipage.de/zucker.html

http://derstandard.at/?url=/?id=2805804%26sap=2%26_pid=6370937

http://www.kent-depesche.com/themenhefter/artikel_zucker.html

http://www.think-fitness.de/html/zucker_schaeden.html

http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/06__zaehne/01__vorsorge/07__zahngesunde__ernaehrung/02__zucker__als__kariesverursacher/zucker__als__kariesverursacher__nav.html

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